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Подборка сказок на немецком языке

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Выполнила учитель немецкогоязыуа МБОУ Усожской СОШ Даничкина Т.В.

Der Wolf und die sieben jungen Geißlein / Волк и семеро козлят

Es war einmal eine alte Geiß, die hatte sieben junge Geißlein. Sie hatte sie so lieb, wie eben eine Mutter ihre Kinder liebhat. Eines Tages wollte sie in den Wald gehen und Futter holen. Da rief sie alle sieben herbei und sprach: «Liebe Kinder, ich muß hinaus in den Wald. Seid inzwischen brav, sperrt die Türe gut zu und nehmt euch in acht vor dem Wolf! Wenn er hereinkommt, frißt er euch mit Haut und Haaren. Der Bösewicht verstellt sich oft, aber an seiner rauhen Stimme und an seinen schwarzen Füßen werdet ihr ihn gleich erkennen.»

Die Geißlein sagten: «Liebe Mutter, wir wollen uns schon in acht nehmen, du kannst ohne Sorge fortgehen.» Da meckerte die Alte und machte sich getrost auf den Weg.

Es dauerte nicht lange, da klopfte jemand an die Haustür und rief: «Macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von euch etwas mitgebracht!» Aber die Geißlein hörten an der rauhen Stimme, daß es der Wolf war. «Wir machen nicht auf», riefen sie, «du bist nicht unsere Mutter. Die hat eine feine und liebliche Stimme, deine Stimme aber ist rauh. Du bist der Wolf!»

Da ging der Wolf fort zum Krämer und kaufte sich ein großes Stück Kreide. Er aß es auf und machte damit seine Stimme fein. Dann kam er zurück, klopfte an die Haustür und rief: «Macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von euch etwas mitgebracht!»

Aber der Wolf hatte seine schwarze Pfote auf das Fensterbrett gelegt. Das sahen die Kinder und riefen: «Wir machen nicht auf! Unsere Mutter hat keinen schwarzen Fuß wie du. Du bist der Wolf!»

Da lief der Wolf zum Bäcker und sprach: «Ich habe mir den Fuß angestoßen, streich mir Teig darüber!»

Als ihm der Bäcker die Pfote bestrichen hatte, lief er zum Müller und sprach: «Streu mir weißes Mehl auf meine Pfote!» Der Müller dachte, der Wolf wolle jemanden betrügen, und weigerte sich. Aber der Wolf sprach: «Wenn du es nicht tust, fresse ich dich!» Da fürchtete sich der Müller und machte ihm die Pfote weiß.

Nun ging der Bösewicht zum dritten Mal zu der Haustür, klopfte an und sprach: «Macht auf, Kinder, euer liebes Mütterchen ist heimgekommen und hat jedem von euch etwas aus dem Wald mitgebracht!»

Die Geißlein riefen: «Zeig uns zuerst deine Pfote, damit wir wissen, daß du unser liebes Mütterchen bist.»

Da legte der Wolf die Pfote auf das Fensterbrett. Als die Geißlein sahen, daß sie weiß war, glaubten sie, es wäre alles wahr, was er sagte, und machten die Türe auf.

Wer aber hereinkam, war der Wolf! Die Geißlein erschraken und wollten sich verstecken. Das eine sprang unter den Tisch, das zweite ins Bett, das dritte in den Ofen, das vierte in die Küche, das fünfte in den Schrank, das sechste unter die Waschschüssel, das siebente in den Kasten der Wanduhr. Aber der Wolf fand sie und verschluckte eines nach dem andern. Nur das jüngste in dem Uhrkasten, das fand er nicht.

Als der Wolf satt war, trollte er sich fort, legte sich draußen auf der grünen Wiese unter einen Baum und fing an zu schlafen.

Nicht lange danach kam die alte Geiß aus dem Walde wieder heim. Ach, was mußte sie da erblicken! Die Haustür stand sperrangelweit offen, Tisch, Stühle und Bänke waren umgeworfen, die Waschschüssel lag in Scherben, Decken und Polster waren aus dem Bett gezogen. Sie suchte ihre Kinder, aber nirgends waren sie zu finden. Sie rief sie nacheinander bei ihren Namen, aber niemand antwortete. Endlich, als sie das jüngste rief, antwortete eine feine Stimme: «Liebe Mutter, ich stecke im Uhrkasten!»

Da holte die Mutter das junge Geißlein aus seinem Versteck heraus, und es erzählte ihr, daß der Wolf gekommen wäre und die anderen alle gefressen hätte. Ihr könnt euch denken, wie da die alte Geiß über ihre armen Kinder geweint hat!

Endlich ging sie in ihrem Jammer hinaus, und das jüngste Geißlein lief mit. Als sie auf die Wiese kamen, lag der Wolf immer noch unter dem Baum und schnarchte, daß die Äste zitterten. Die alte Geiß betrachtete ihn von allen Seiten und sah, daß in seinem vollen Bauch sich etwas regte und zappelte. Ach, Gott, dachte sie, sollten meine armen Kinder, die er zum Nachtmahl hinuntergewürgt hat, noch am Leben sein?

Da mußte das Geißlein nach Hause laufen und Schere, Nadel und Zwirn holen. Dann schnitt die alte Geiß dem Bösewicht den Bauch auf. Kaum hatte sie den ersten Schnitt getan, da streckte auch schon ein Geißlein den Kopf heraus. Und als sie weiterschnitt, sprangen nacheinander alle sechs heraus. Sie waren alle heil und gesund, denn der Wolf hatte sie in seiner Gier ganz hinuntergeschluckt.

Das war eine Freude! Da herzten sie ihre liebe Mutter und hüpften wie Schneider bei einer Hochzeit. Die Alte aber sagte: «Jetzt geht und sucht große Steine, damit wollen wir dem bösen Tier den Bauch füllen, solange es noch im Schlafe liegt.»

Da schleppten die sieben Geißlein in aller Eile Steine herbei und steckten ihm so viele in den Bauch, als sie nur hineinbringen konnten. Dann nähte ihn die Alte in aller Geschwindigkeit wieder zu, so daß der Wolf nichts merkte und sich nicht einmal regte.

Als er endlich ausgeschlafen war, machte er sich auf die Beine. Und weil ihm die Steine im Magen großen Durst verursachten, wollte er zu einem Brunnen gehen und trinken. Als er aber anfing zu laufen, stießen die Steine in seinem Bauch aneinander und zappelten. Da rief er:

«Was rumpelt und pumpelt
In meinem Bauch herum?
Ich meinte, es wären sechs Geißelein,
Doch sind’s lauter Wackerstein.»

Und als er an den Brunnen kam und sich über das Wasser bückte und trinken wollte, da zogen ihn die schweren Steine hinein, und er mußte jämmerlich ersaufen.

Als die sieben Geißlein das sahen, kamen sie eilig herbeigelaufen und riefen laut: «Der Wolf ist tot! Der Wolf ist tot!» Und sie faßten einander an den Händen und tanzten mit ihrer Mutter vor Freude um den Brunnen herum.

Rotkäppchen

Es war einmal ein kleines süßes Mädchen, das hatte jedermann lieb, der sie nur ansah, am allerliebsten aber ihre Großmutter, die wußte gar nicht, was sie alles dem Kinde geben sollte. Einmal schenkte sie ihm ein Käppchen von rotem Samt, und weil ihm das so wohl stand, und es nichts anders mehr tragen wollte, hieß es nur das Rotkäppchen.
Eines Tages sprach seine Mutter zu ihm: «Komm, Rotkäppchen, da hast du ein Stück Kuchen und eine Flasche Wein, bring das der Großmutter hinaus; sie ist krank und schwach und wird sich daran laben. Mach dich auf, bevor es heiß wird, und wenn du hinauskommst, so geh hübsch sittsam und lauf nicht vom Wege ab, sonst fällst du und zerbrichst das Glas, und die Großmutter hat nichts. Und wenn du in ihre Stube kommst, so vergiß nicht guten Morgen zu sagen und guck nicht erst in allen Ecken herum!”

Wie der Wolf seinen Appetit gestillt hatte, legte er sich wieder ins Bett, schlief ein und fing an, überlaut zu schnarchen. Der Jäger ging eben an dem Haus vorbei und dachte: Wie die alte Frau schnarcht! Du mußt doch sehen, ob ihr etwas fehlt. Da trat er in die Stube, und wie er vor das Bette kam, so sah er, daß der Wolf darinlag. «Finde ich dich hier, du alter Sünder,” sagte er, «ich habe dich lange gesucht.” Nun wollte er seine Büchse anlegen, da fiel ihm ein, der Wolf könnte die Großmutter gefressen haben und sie wäre noch zu retten, schoß nicht, sondern nahm eine Schere und fing an, dem schlafenden Wolf den Bauch aufzuschneiden. Wie er ein paar Schnitte getan hatte, da sah er das rote Käppchen leuchten, und noch ein paar Schnitte, da sprang das Mädchen heraus und rief: «Ach, wie war ich erschrocken, wie war’s so dunkel in dem Wolf seinem Leib!” Und dann kam die alte Großmutter auch noch lebendig heraus und konnte kaum atmen. Rotkäppchen aber holte geschwind große Steine, damit füllten sie dem Wolf den Leib, und wie er aufwachte, wollte er fortspringen, aber die Steine waren so schwer, daß er gleich niedersank und sich totfiel.

Da waren alle drei vergnügt. Der Jäger zog dem Wolf den Pelz ab und ging damit heim, die Großmutter aß den Kuchen und trank den Wein, den Rotkäppchen gebracht hatte, und erholte sich wieder; Rotkäppchen aber dachte: Du willst dein Lebtag nicht wieder allein vom Wege ab in den Wald laufen, wenn dir’s die Mutter verboten hat.

Frau Holle / Фрау Холле

“Kikeriki,
Unsere goldene Jungfrau ist wieder hie.”

Da ging es hinein zu seiner Mutter, und weil es so mit Gold bedeckt ankam, ward es von ihr und der Schwester gut aufgenommen.

“Kikeriki,
Unsere schmutzige Jungfrau ist wieder hie.”

Das Pech aber blieb fest an ihr hängen und wollte, solange sie lebte, nicht abgehen.

Die Bremer Stadtmusikanten / Бременские музыканты

Als er schon eine Weile gegangen war, fand er einen Jagdhund am Wege liegen, der jämmerlich heulte. «Warum heulst du denn so, Packan?» fragte der Esel.

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«Ach», sagte der Hund, «weil ich alt bin, jeden Tag schwächer werde und auch nicht mehr auf die Jagd kann, wollte mich mein Herr totschießen. Da hab ich Reißaus genommen. Aber womit soll ich nun mein Brot verdienen?»

«Weißt du, was», sprach der Esel, «ich gehe nach Bremen und werde dort Stadtmusikant. Komm mit mir und laß dich auch bei der Musik annehmen. Ich spiele die Laute, und du schlägst die Pauken.» Der Hund war einverstanden, und sie gingen mitsammen weiter.

Es dauerte nicht lange, da sahen sie eine Katze am Wege sitzen, die machte ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter. «Was ist denn dir in die Quere gekommen, alter Bartputzer?» fragte der Esel.

«Wer kann da lustig sein, wenn’s einem an den Kragen geht», antwortete die Katze. «Weil ich nun alt bin, meine Zähne stumpf werden und ich lieber hinter dem Ofen sitze und spinne, als nach Mäusen herumjage, hat mich meine Frau ersäufen wollen. Ich konnte mich zwar noch davonschleichen, aber nun ist guter Rat teuer. Wo soll ich jetzt hin?»

Als die drei so miteinander gingen, kamen sie an einem Hof vorbei. Da saß der Haushahn auf dem Tor und schrie aus Leibeskräften. «Du schreist einem durch Mark und Bein», sprach der Esel, «was hast du vor?»

Sie konnten aber die Stadt Bremen an einem Tag nicht erreichen und kamen abends in einen Wald, wo sie übernachten wollten. Der Esel und der Hund legten sich unter einen großen Baum, die Katze kletterte auf einen Ast, und der Hahn flog bis in den Wipfel, wo es am sichersten für ihn war.

Ehe er einschlief, sah er sich noch einmal nach allen vier Windrichtungen um. Da bemerkte er einen Lichtschein. Er sagte seinen Gefährten, daß in der Nähe ein Haus sein müsse, denn er sehe ein Licht. Der Esel antwortete: «So wollen wir uns aufmachen und noch hingehen, denn hier ist die Herberge schlecht.» Der Hund meinte, ein paar Knochen und etwas Fleisch daran täten ihm auch gut.

Also machten sie sich auf den Weg nach der Gegend, wo das Licht war. Bald sahen sie es heller schimmern, und es wurde immer größer, bis sie vor ein hellerleuchtetes Räuberhaus kamen. Der Esel, als der größte, näherte sich dem Fenster und schaute hinein.

«Was siehst du, Grauschimmel?» fragte der Hahn.

«Was ich sehe?» antwortete der Esel. «Einen gedeckten Tisch mit schönem Essen und Trinken, und Räuber sitzen rundherum und lassen sich’s gutgehen!»

«Das wäre etwas für uns», sprach der Hahn.

Da überlegten die Tiere, wie sie es anfangen könnten, die Räuber hinauszujagen. Endlich fanden sie ein Mittel. Der Esel stellte sich mit den Vorderfüßen auf das Fenster, der Hund sprang auf des Esels Rücken, die Katze kletterte auf den Hund, und zuletzt flog der Hahn hinauf und setzte sich der Katze auf den Kopf. Als das geschehen war, fingen sie auf ein Zeichen an, ihre Musik zu machen: der Esel schrie, der Hund bellte, die Katze miaute, und der Hahn krähte. Darauf stürzten sie durch das Fenster in die Stube hinein, daß die Scheiben klirrten.

Die Räuber fuhren bei dem entsetzlichen Geschrei in die Höhe. Sie meinten, ein Gespenst käme herein, und flohen in größter Furcht in den Wald hinaus.

Nun setzten sie die vier Gesellen an den Tisch, und jeder aß nach Herzenslust von den Speisen, die ihm am besten schmeckten.

Als sie fertig waren, löschten sie das Licht aus, und jeder suchte sich eine Schlafstätte nach seinem Geschmack. Der Esel legte sich auf den Mist, der Hund hinter die Tür, die Katze auf den Herd bei der warmen Asche, und der Hahn flog auf das Dach hinauf. Und weil sie müde waren von ihrem langen Weg, schliefen sie bald ein.

Als Mitternacht vorbei war und die Räuber von weitem sahen, daß kein Licht mehr im Haus brannte und alles ruhig schien, sprach der Hauptmann: «Wir hätten uns doch nicht sollen ins Bockshorn jagen lassen.» Er schickte einen Räuber zurück, um nachzusehen, ob noch jemand im Hause wäre.

Der Räuber fand alles still. Er ging in die Küche und wollte ein Licht anzünden. Da sah er die feurigen Augen der Katze und meinte, es wären glühende Kohlen. Er hielt ein Schwefelhölzchen daran, daß es Feuer fangen sollte. Aber die Katze verstand keinen Spaß, sprang ihm ins Gesicht und kratzte ihn aus Leibeskräften. Da erschrak er gewaltig und wollte zur Hintertür hinauslaufen. Aber der Hund, der da lag, sprang auf und biß ihn ins Bein. Als der Räuber über den Hof am Misthaufen vorbeirannte, gab ihm der Esel noch einen tüchtigen Schlag mit dem Hinterfuß. Der Hahn aber, der von dem Lärm aus dem Schlaf geweckt worden war, rief vom Dache herunter: «Kikeriki!»

Da lief der Räuber, was er konnte, zu seinem Hauptmann zurück und sprach: «Ach, in dem Haus sitzt eine greuliche Hexe, die hat mich angehaucht und mir mit ihren langen Fingern das Gesicht zerkratzt. An der Tür steht ein Mann mit einem Messer, der hat mich ins Bein gestochen. Auf dem Hof liegt ein schwarzes Ungetüm, das hat mit einem Holzprügel auf mich losgeschlagen. Und oben auf dem Dache, da sitzt der Richter, der rief: ‘Bringt mir den Schelm her!’ Da machte ich, daß ich fortkam.»

Von nun an getrauten sich die Räuber nicht mehr in das Haus. Den vier Bremer Stadtmusikanten aber gefiel’s darin so gut, daß sie nicht wieder hinaus wollten.

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Es waren einmal ein alter Großvater und seine Frau.
Eines Tages sagte der Mann zur Frau:

«Mach mir einen Kloß!»
Sie meinte «Woraus soll ich einen Kloß machen? Seit einer Woche ist kein Mehl mehr im Haus!»
«Feg den Boden aus, kratz alles aus dem Schubfach heraus, dann wirst Du sicher noch genug Mehl für einen Kloß finden.»

Die Großmutter ging, fegte den Boden aus, kratze alles aus dem Schubfach heraus und brachte wirklich noch zwei Hände voll Mehl für einen Kloß zusammen.

Sie machte den Kloß und legte ihn auf das Fensterbrett zum abkühlen.

Doch dort wurde es dem Kloß langweilig. Er sprang vom Fensterbrett und rollte auf dem Boden zur Tür in die weite Welt hinaus.

Er rollte und rollte, jagte den Hühnern und Gänsen auf dem Hof Angst ein und sang

«Von dem Boden gefegt
Aus dem Fach gekratzt
In der Butter gebacken
Aus dem Fenster gehopst»

Da traf der Kloß den Hasen. Der sagte zu ihm: «Klößchen, Klößchen, ich werde Dich fressen!»
Der Kloß aber sang

«Von dem Boden gefegt
Aus dem Fach gekratzt
In der Butter gebacken
Aus dem Fenster gehopst

Opa konnte mich nicht fangen
Oma konnte mich nicht fangen
Und vor Dir Hase, reiß? ich sowieso aus!»

Da traf der Kloß den Wolf. Der sagte zu ihm: «Klößchen, Klößchen, ich werde Dich fressen!»
Der Kloß aber sang

«Von dem Boden gefegt
Aus dem Fach gekratzt
In der Butter gebacken
Aus dem Fenster gehopst

Opa konnte mich nicht fangen
Oma konnte mich nicht fangen
Der Hase konnte mich nicht fangen
Und vor Dir Wolf, reiß? ich sowieso aus!»

Da traf der Kloß den Bär. Der sagte zu ihm: «Klößchen, Klößchen, ich werde Dich fressen!»
Der Kloß aber sang

«Von dem Boden gefegt
Aus dem Fach gekratzt
In der Butter gebacken
Aus dem Fenster gehopst

Opa konnte mich nicht fangen
Oma konnte mich nicht fangen
Der Hase konnte mich nicht fangen
Der Wolf konnte mich nicht fangen
Und vor Dir Bär, reiß? ich sowieso aus!»

Da traf er Kloß den Fuchs. Der sagte zu ihm: «Klößchen, Klößchen, ich werde Dich fressen!»
Der Kloß aber sang

«Von dem Boden gefegt
Aus dem Fach gekratzt
In der Butter gebacken
Aus dem Fenster gehopst

Opa konnte mich nicht fangen
Oma konnte mich nicht fangen
Der Hase konnte mich nicht fangen
Der Wolf konnte mich nicht fangen
Der Bär konnte mich nicht fangen
Und vor Dir Fuchs, reiß? ich sowieso aus!»

Da sprach der Fuchs:

«Oh was für ein schönes Lied. Aber ich höre so schlecht. Kannst Du auf meine Nase hüpfen und noch mal singen?»

Glücklich, so einen dankbaren Zuhörer zu finden, sprang der Kloß auf die Nase vom Fuchs und begann wieder zu singen.

Da schnappte sich der Fuchs den Kloß mit seinem Maul und fraß ihn mit einem Schluck.

Взял а стар уха кр ылышко, по к оробу поскребл а, по сус еку помел а, и набрал ось мук и пр игоршни с две. Замес ила на смет ане, изж арила в м асле и полож ила на ок ошко постуд ить.

К атится, к атится колоб ок по дор оге, а навстр ечу ем у з аяц:

— Колоб ок, колоб ок! Я теб я съем!

— Не ешь меня, кос ой з айчик! Я теб е есенку спо ю,— сказ ал колоб ок и зап ел:
п

Я колоб ок, колоб ок
По к оробу скреб ён,
По сус еку мет ён,
На смет ане меш он,
Да в м асле пряж он,
На ок ошке стуж он;

Я от д едушки ушёл,
Я от б абушки ушёл,
И от теб я, з айца, и не х итро уйт и!

И покат ился себ е д альше; т олько з аяц ег о и в идел!.

Катится колобок, а навстречу ему волк:

— Колобок, колобок! Я тебя съем!

— Не ешь меня, серый волк! Я тебе песенку спою! И запел:

Я колобок, колобок
По коробу скребён,
По сусеку метён,
На сметане мешон,
Да в масле пряжон,
На окошке стужон;

Я от дедушки ушёл,
Я от бабушки ушёл,
Я от зайца ушёл,
От тебя, волка, не хитро уйти!

И покатился себе дальше; только волк его и видел.

Катится колобок, а навстречу ему медведь:

— Колобок, колобок! Я тебя съем.
— Где тебе, косолапому, съесть меня! И запел:

Я колобок, колобок
По коробу скребён,
По сусеку метён,
На сметане мешон,
Да в масле пряжон,
На окошке стужон;

Я от дедушки ушёл,
Я от бабушки ушёл,
Я от зайца ушёл,
Я от волка ушёл,
От тебя, медведь, и подавно уйду!

И опять укатился; только медведь его и видел.

Катится, катится колобок, а навстречу ему лиса:

— Здравствуй, колобок! Какой ты хорошенький! А колобок запел:

Я колобок, колобок
По коробу скребён,
По сусеку метён,
На сметане мешон,
Да в масле пряжон,
На окошке стужон;

Я от дедушки ушёл,
Я от бабушки ушёл,
Я от зайца ушёл,
Я от волка ушёл,
От медведя ушёл,
От тебя, лиса, и подавно уйду!

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Колоб ок вскоч ил лис е на м ордочку и зап ел ту же п есню.

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Сказки на немецком языке

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Описание презентации по отдельным слайдам:

In Lachlauter an der Immer Steht die Welt glatt auf dem Kopf. In dem Schreibtisch steht ein Zimmer. In der Suppe kocht der Topf.

Auf der Brille sitzt die Nase. Auf dem Opa sitzt die Bank. In der Blume steht die Vase. Und die Liege liegt auf Frank.

Und der Ball spielt mit dem Mädchen. Auf Herrn Schmidt spielt das Klavier. Was ist los in diesem Städtchen? Keine Ordnung gibt es hier.

In Lachlauter an der Immer Steht die Welt nicht auf dem Kopf. Dieser Schreibtisch steht im Zimmer. Und die Suppe ist im Topf.

Die Brille sitzt auf der Nase. Der Opa sitzt auf der Bank. Die Blume steht in dieser Vase. Und auf der Liege dort liegt Frank.

Ball spielt hier dieses Mädchen. Herr Schmidt spielt dort Klavier. Es ist still in dem Städtchen. Alles ist in Ordnung hier.

In Lachlauter an der Immer

Steht die Welt glatt auf dem Kopf.

In dem Schreibtisch steht ein Zimmer.

In der Suppe kocht der Topf.

Und der Ball spielt mit dem Mädchen.

Auf Herrn Schmidt spielt das Klavier.

Was ist los in diesem Städtchen?

Keine Ordnung gibt es hier.

Es ist still in dem Städtchen.

Alles ist in Ordnung hier.

Auf der Brille sitzt die Nase.

Auf dem Opa sitzt die Bank.

In der Blume steht die Vase.

Und die Liege liegt auf Frank.

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Сказки на немецком

Der Wolf und die sieben jungen Geißlein / Волк и семеро козлят
авторы — Братья Гримм

Es war einmal eine alte Geiß, die hatte sieben junge Geißlein. Sie hatte sie so lieb, wie eben eine Mutter ihre Kinder liebhat. Eines Tages wollte sie in den Wald gehen und Futter holen. Da rief sie alle sieben herbei und sprach: «Liebe Kinder, ich muß hinaus in den Wald. Seid inzwischen brav, sperrt die Türe gut zu und nehmt euch in acht vor dem Wolf! Wenn er hereinkommt, frißt er euch mit Haut und Haaren. Der Bösewicht verstellt sich oft, aber an seiner rauhen Stimme und an seinen schwarzen Füßen werdet ihr ihn gleich erkennen.»

Die Bremer Stadtmusikanten / Бременские музыканты
авторы — Братья Гримм

Es war einmal ein Mann, der hatte einen Esel, welcher schon lange Jahre unverdrossen die Säcke in die Mühle getragen hatte. Nun aber gingen die Kräfte des Esels zu Ende, so daß er zur Arbeit nicht mehr taugte. Da dachte der Herr daran, ihn wegzugehen. Aber der Esel merkte, daß sein Herr etwas Böses im Sinn hatte, lief fort und machte sich auf den Weg nach Bremen. Dort, so meinte er, könnte er ja Stadtmusikant werden.

Der goldene Schlüssel / Золотой ключ
авторы — Братья Гримм

Zur Winterszeit, als einmal ein tiefer Schnee lag, mußte ein armer Junge hinausgehen und Holz auf einem Schlitten holen. Wie er es nun zusammengesucht und aufgeladen hatte, wollte er, weil er so erfroren war, noch nicht nach Haus gehen, sondern erst Feuer anmachen und sich ein bißchen wärmen. Da scharrte er den Schnee weg, und wie er so den Erdboden aufräumte, fand er einen kleinen goldenen Schlüssel.

Frau Holle / Фрау Холле
авторы — Братья Гримм

Zur Winterszeit, als einmal ein tiefer Schnee lag, mußte ein armer Junge hinausgehen und Holz auf einem Schlitten holen. Wie er es nun zusammengesucht und aufgeladen hatte, wollte er, weil er so erfroren war, noch nicht nach Haus gehen, sondern erst Feuer anmachen und sich ein bißchen wärmen. Da scharrte er den Schnee weg, und wie er so den Erdboden aufräumte, fand er einen kleinen goldenen Schlüssel.

Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich / Королевич-лягушка или Железный Генрих
авторы — Братья Гримм

Материалы на немецком языке для занятий с тренажером «Бизон»

Материалы представляют собой пакеты, в которые входят: (1) текст на немецком языке, (2) дословный перевод и (3) аудио запись, в которой немецкий текст озвучен носителем языка. Некоторые пакеты дополнены также также (4) литературным переводом. Дословный перевод дословен в буквальном смысле: каждому немецкому слову соответствует в точности одно русское, хотя некоторые русские слова выглядят при этом не совсем обычно. Эти необычные слова вводятся постепенно и разъясняются в дополнительных комментариях, содержащихся в первых четырех пакетах. Все разъяснения имеются также в файле «Условные обозначения». Ссылки на внешние источники даны в квадратных скобках.

Каждый пакет адаптирован для работы в тренажере «Бизон».

Адаптированные тексты для начинающих (по сказкам братьев Гримм)

1. Лягушка-король (Der Froschkönig)

2. Волк и семеро козлят (Der Wolf und die sieben jungen Geißlein)

3. Красная Шапочка (Rotkäppchen)

4. Золушка (Aschenputtel)

Подлинные немецкие тексты

5. Братья Гримм. Сладкая каша (Brüder Grimm. Der süße Brei)

6. Братья Гримм. Звездные талеры (Brüder Grimm. Die Sterntaler)

7. Братья Гримм. Румпельштильцхен (Brüder Grimm. Rumpelstilzchen)

8. Братья Гримм. Госпожа Метелица (Brüder Grimm. Frau Holle)

9. Братья Гримм. Заяц и Еж (Brüder Grimm. Der Hase und der Igel)

10. Братья Гримм. Спящая Красавица (Brüder Grimm. Dornröschen)

11. Братья Гримм. Кот в сапогах (Brüder Grimm. Der gestiefelte Kater)

12. Братья Гримм. Хэнзель и Гретель (Brüder Grimm. Hänsel und Gretel)

13. Братья Гримм. Белоснежка (Brüder Grimm. Schneewittchen)

14. Вильгельм Гауф. Халиф-аист (Wilhelm Hauff. Die Geschichte von Kalif Storch)

15. Вильгельм Гауф. Маленький Мук (Wilhelm Hauff. Die Geschichte von dem kleinen Muck)

16. Вильгельм Гауф. Карлик Нос (Wilhelm Hauff. Der Zwerg Nase)

17. Вильгельм Буш. Плиш и Плюм (Wilhelm Busch. Plisch und Plum)

18. Вильгельм Буш. Макс и Мориц (Wilhelm Busch. Max und Moritz)

Имена файлов, входящих в материалы, имеют следующий смысл:

Условные обозначения, принятые в дословных переводах:

Из грамматики немецкого языка

Таблица глагольных конструкций: verben-de.zip

Шрифты для прописей

Шрифты (TrueType) поставляются вместе с программой, которая автоматически заботится о гладком соединении букв при наборе в обычном текстовом редакторе. (Для ее правильной работы необходимо, чтобы в системных установках язык программ, не поддерживающих Unicode, был заменен на немецкий.) Таким образом, изготовление собственных прописей на латинице становится делом нескольких минут. Шрифты становятся доступными для скачивания после предварительной бесплатной регистрации (Einen neuen Benutzer registrieren).
Примечание. В немецких школах дети осваивают один из двух «печатных» шрифтов:
Druckschrift Bayern 2001
Druckschrift Hamburg
и один из трех исходных шрифтов для выработки почерка:
Lateinische Ausgangsschrift («латинский»)
Schulausgangsschrift («школьный»)
Vereinfachte Ausgangsschrift («упрощенный»)

«Латинский» шрифт (Lateinische Ausgangsschrift)

«Упрощенный» шрифт (Vereinfachte Ausgangsschrift)

Примечание. Для правильного отображения «латинского» шрифта, он должен быть установлен на компьютере. «Упрощенный» шрифт устанавливать необязательно.

Немецкая раскладка клавиатуры

Полный архив рассылки
«Немецкий язык, каким его знают и любят немцы»

Выпуски, в которых (практически) отсутствует немецкая специфика, отмечены знаком [!]. Эти выпуски адресованы всем, кто осваивает какой-либо иностранный язык.

Выпуск 1 (22.07.2005):
Der Froschkönig: немецкий текст с параллельным дословным переводом

Выпуск 2 (02.08.2005):
Как работать с материалами? (Начальная ступень)

Выпуск 3 (23.08.2005):
Der Wolf und die sieben jungen Geißlein

Выпуск 4 (13.09.2005):
Как работать с материалами? (Вторая ступень)
Помимо «материалов»: о языковой среде в домашних условиях

Выпуск 6 (11.10.2005):
Как приобщиться к чтению на иностранном языке?

Выпуск 8 (30.11.2005):
Грамматика: немецкое глагольное хозяйство
(только для взрослых)

Выпуск 10 (26.12.2005):
Работа с материалами (третья ступень): учусь говорить

Выпуск 12 (29.01.2006):
Работа с материалами (четвертая ступень): учусь письму

Выпуск 14 (15.03.2006):
Осваиваю письменную грамотность, набирая тексты на компьютере

Сказки на немецком языке

Сказка ложь, да в ней намек! Добрым молодцам урок.

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Предварительный просмотр:

Die Frau eines reichen Mannes wurde eines Tages krank, und als sie fühlte, daß ihr Ende herankam, rief sie ihr einziges Töchterlein zu sich ans Bett und sprach: »Liebes Kind, bleib fromm und gut, so wird dir der liebe Gott immer beistehen, und ich will vom Himmel auf dich herabblicken und will um dich sein.« Darauf tat sie die Augen zu und verschied. Das Mädchen ging jeden Tag hinaus zu dem Grabe der Mutter und weinte und blieb fromm und gut. Als der Winter kam, deckte der Schnee ein weißes Tüchlein auf das Grab, und als die Sonne im Frühjahr es wieder herabgezogen hatte, nahm sich der Mann eine andere Frau.

Die Frau hatte zwei Töchter mit ins Haus gebracht, die schön und weiß von Angesicht waren, aber garstig und schwarz von Herzen. Da ging eine schlimme Zeit für das arme Stiefkind an.

»Soll die dumme Gans bei uns in der Stube sitzen«, sprachen sie, »wer Brot essen will, muß es verdienen: Hinaus mit der Küchenmagd.«

Sie nahmen ihm seine schönen Kleider weg, zogen ihm einen grauen alten Kittel an und gaben ihm hölzerne Schuhe. »Seht einmal die stolze Prinzessin, wie sie geputzt ist!« riefen sie, lachten und führten es in die Küche. Da mußte es vom Morgen bis Abend schwere Arbeit tun, früh vor Tag aufstehen, Wasser tragen, Feuer anmachen, kochen und waschen. Obendrein taten ihm die Schwestern alles ersinnliche Herzeleid an, verspotteten es und schütteten ihm die Erbsen und Linsen in die Asche, so daß es sitzen und sie wieder auslesen mußte. Abends, wenn es sich müde gearbeitet hatte, kam es in kein Bett, sondern mußte sich neben den Herd in die Asche legen. Und weil es darum immer staubig und schmutzig aussah, nannten sie es Aschenputtel.

Es trug sich zu, daß der Vater einmal in die Messe ziehen wollte, da fragte er die beiden Stieftöchter, was er ihnen mitbringen sollte.

»Schöne Kleider«, sagte die eine, »Perlen und Edelsteine«, die zweite.

»Aber du, Aschenputtel«, sprach er, »was willst du haben?« »Vater, das erste Reis, das Euch auf Eurem Heimweg an den Hut stößt, das brecht für mich ab.«

Er kaufte nun für die beiden Stiefschwestern schöne Kleider, Perlen und Edelsteine, und auf dem Rückweg, als er durch einen grünen Busch ritt, streifte ihn ein Haselreis und stieß ihm den Hut ab. Da brach er das Reis ab und nahm es mit. Als er nach Haus kam, gab er den Stieftöchtern, was sie sich gewünscht hatten, und dem Aschenputtel gab er das Reis von dem Haselbusch. Aschenputtel dankte ihm, ging zu seiner Mutter Grab und pflanzte das Reis darauf und weinte so sehr, daß die Tränen darauf niederfielen und es begossen. Es wuchs aber und ward ein schöner Baum. Aschenputtel ging alle Tage dreimal darunter, weinte und betete, und allemal kam ein weißes Vöglein auf den Baum, und wenn es einen Wunsch aussprach, so warf ihm das Vöglein herab, was es sich gewünscht hatte.

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Es begab sich aber, daß der König ein Fest anstellte, das drei Tage dauern sollte und wozu alle schönen Jungfrauen im Lande eingeladen wurden, damit sich sein Sohn eine Braut aussuchen möchte. Die zwei Stiefschwestern, als sie hörten, daß sie auch dabei erscheinen sollten, waren guter Dinge, riefen Aschenputtel und sprachen: »Kämm uns die Haare, bürste uns die Schuhe und mache uns die Schnallen fest, wir gehen zur Hochzeit auf des Königs Schloß.«

Aschenputtel gehorchte, weinte aber, weil es auch gern zum Tanz mitgegangen wäre, und bat die Stiefmutter, sie möchte es ihm erlauben.

»Du Aschenputtel«, sprach sie, »bist voll Staub und Schmutz und willst zur Hochzeit? Du hast keine Kleider und Schuhe und willst tanzen!« Als es aber mit Bitten anhielt, sprach sie endlich: »Da habe ich dir eine Schüssel Linsen in die Asche geschüttet, wenn du die Linsen in zwei Stunden wieder ausgelesen hast, so sollst du mitgehen.«

Das Mädchen ging durch die Hintertüre nach dem Garten und rief: »Ihr zahmen Täubchen, ihr Turteltäubchen, all ihr Vöglein unter dem Himmel, kommt und helft mir lesen,

Da kamen zum Küchenfenster zwei weiße Täubchen herein und danach die Turteltäubchen, und endlich schwirrten und schwärmten alle Vögel unter dem Himmel herein und ließen sich um die Asche nieder. Und die Täubchen nickten mit den Köpfchen und fingen an pick, pick, pick, pick, und da fingen die übrigen auch an pick, pick, pick, pick und lasen alle guten Körnlein in die Schüssel. Kaum war eine Stunde herum, so waren sie schon fertig und flogen alle wieder hinaus. Da brachte das Mädchen die Schüssel der Stiefmutter, freute sich und glaubte, es dürfte nun mit auf die Hochzeit gehen. Aber sie sprach: »Nein, Aschenputtel, du hast keine Kleider und kannst nicht tanzen; du wirst nur ausgelacht.«

Als es nun weinte, sprach sie: »Wenn du mir zwei Schüsseln voll Linsen in einer Stunde aus der Asche rein lesen kannst, so sollst du mitgehen«, und dachte: Das kann es ja nimmermehr. Als sie die zwei Schüsseln Linsen in die Asche geschüttet hatte, ging das Mädchen durch die Hintertüre nach dem Garten und rief: »Ihr zahmen Täubchen, ihr Turteltäubchen, all ihr Vöglein unter dem Himmel, kommt und helft mir lesen,

die guten ins Töpfchen,
die schlechten ins Kröpfchen.«

Da kamen zum Küchenfenster zwei weiße Täubchen herein und danach die Turteltäubchen, und endlich schwirrten und schwärmten alle Vöglein unter dem Himmel herein und ließen sich um die Asche nieder. Und die Täubchen nickten mit ihren Köpfchen und fingen an pick, pick, pick, pick, und da fingen die übrigen auch an pick, pick, pick, pick und lasen alle guten Körner in die Schüsseln. Und eh eine halbe Stunde herum war, waren sie schon fertig und flogen alle wieder hinaus. Da trug das Mädchen die Schüsseln zu der Stiefmutter, freute sich und glaubte, nun dürfte es mit auf die Hochzeit gehen. Aber sie sprach: »Es hilft dir alles nichts: Du kommst nicht mit, denn du hast keine Kleider und kannst nicht tanzen; wir müßten uns deiner schämen.« Darauf kehrte sie ihm den Rücken zu und eilte mit ihren zwei stolzen Töchtern fort.

Als nun niemand mehr daheim war, ging Aschenputtel zu seiner Mutter Grab unter den Haselbaum und rief:

»Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich,
wirf Gold und Silber über mich.«

Da warf ihm der Vogel ein golden und silbern Kleid herunter und mit Seide und Silber ausgestickte Pantoffeln. In aller Eile zog es das Kleid an und ging zur Hochzeit. Seine Schwestern aber und die Stiefmutter kannten es nicht und meinten, es müßte eine fremde Königstochter sein, so schön sah es in dem goldenen Kleide aus. An Aschenputtel dachten sie gar nicht und dachten, es säße daheim im Schmutz und suchte die Linsen aus der Asche. Der Königssohn kam ihm entgegen, nahm es bei der Hand und tanzte mit ihm. Er wollte auch mit sonst niemand tanzen, also daß er ihm die Hand nicht loßließ, und wenn ein anderer kam, es aufzufordern, sprach er: »Das ist meine Tänzerin.«

Es tanzte, bis es Abend war, da wollte es nach Hause gehen. Der Königssohn aber sprach: »Ich gehe mit und begleite dich«, denn er wollte sehen, wem das schöne Mädchen angehörte. Sie entwischte ihm aber und sprang in das Taubenhaus. Nun wartete der Königssohn, bis der Vater kam, und sagte ihm, das fremde Mädchen war in das Taubenhaus gesprungen. Der Alte dachte: Sollte es Aschenputtel sein? Und sie mußten ihm Axt und Hacken bringen, damit er das Taubenhaus entzweischlagen konnte: Aber es war niemand darin. Und als sie ins Haus kamen, lag Aschenputtel in seinen schmutzigen Kleidern in der Asche, und ein trübes Öllämpchen brannte im Schornstein; denn Aschenputtel war geschwind aus dem Taubenhaus hinten herabgesprungen und war zu dem Haselbäumchen gelaufen; da hatte es die schönen Kleider abgezogen und aufs Grab gelegt, und der Vogel hatte sie wieder weggenommen, und dann hatte es sich in seinem grauen Kittelchen in die Küche zur Asche gesetzt.

Am andern Tag, als das Fest von neuem anhub und die Eltern und Stiefschwestern wieder fort waren, ging Aschenputtel zu dem Haselbaum und sprach:

»Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich,
wirf Gold und Silber über mich.«

Und als sie in die Küche kamen, lag Aschenputtel da in der Asche wie sonst auch, denn es war auf der andern Seite vom Baum herabgesprungen, hatte dem Vogel auf dem Haselbäumchen die schönen Kleider wiedergebracht und sein graues Kittelchen angezogen.

Am dritten Tag, als die Eltern und Schwestern fort waren, ging Aschenputtel wieder zu seiner Mutter Grab und sprach zu dem Bäumchen:

»Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich,
wirf Gold und Silber über mich.«

Nun warf ihm der Vogel ein Kleid herab, das war so prächtig und glänzend, wie es noch keins gehabt hatte, und die Pantoffeln waren ganz golden. Als es in dem Kleid zu der Hochzeit kam, wußten sie alle nicht, was sie vor Verwunderung sagen sollten. Der Königssohn tanzte ganz allein mit ihm, und wenn es einer aufforderte, sprach er: »Das ist meine Tänzerin.«

Als es nun Abend war, wollte Aschenputtel fort, und der Königssohn wollte es begleiten, aber es entsprang ihm so geschwind, daß er nicht folgen konnte. Der Königssohn hatte aber eine List gebraucht und hatte die ganze Treppe mit Pech bestreichen lassen: Da war, als es hinabsprang, der linke Pantoffel des Mädchens hängengeblieben. Der Königssohn hob ihn auf, und er war klein und zierlich und ganz golden. Am nächsten Morgen ging er damit zu dem Mann und sagte zu ihm: »Keine andere soll meine Gemahlin werden als die, an deren Fuß dieser goldene Schuh paßt.« Da freuten sich die beiden Schwestern, denn sie hatten schöne Füße.

Die älteste ging mit dem Schuh in die Kammer und wollte ihn anprobieren, und die Mutter stand dabei. Aber sie konnte mit der großen Zeh nicht hineinkommen, und der Schuh war ihr zu klein. Da reichte ihr die Mutter ein Messer und sprach: »Hau die Zehe ab: Wann du Königin bist, so brauchst du nicht mehr zu Fuß zu gehen.« Das Mädchen hieb die Zehe ab, zwängte den Fuß in den Schuh, verbiß den Schmerz und ging heraus zum Königssohn. Da nahm er sie als seine Braut aufs Pferd und ritt mit ihr fort. Sie mußten aber an dem Grabe vorbei, da saßen die zwei Täubchen auf dem Haselbäumchen und riefen:

»Rucke di guck, rucke di guck,
Blut ist im Schuck;
der Schuck ist zu klein,
die rechte Braut sitzt noch daheim.«

Da blickte er auf ihren Fuß und sah, wie das Blut herausquoll. Er wendete sein Pferd um, brachte die falsche Braut wieder nach Haus und sagte, das wäre nicht die rechte, die andere Schwester sollte den Schuh anziehen. Da ging diese in die Kammer und kam mit den Zehen glücklich in den Schuh, aber die Ferse war zu groß. Da reichte ihr die Mutter ein Messer und sprach: »Hau ein Stück von der Ferse ab: Wann du Königin bist, brauchst du nicht mehr zu Fuß zu gehen.« Das Mädchen hieb ein Stück von der Ferse ab, zwängte den Fuß in den Schuh, verbiß den Schmerz und ging heraus zum Königssohn.

Da nahm er sie als seine Braut aufs Pferd und ritt mit ihr fort. Als sie an dem Haselbäumchen vorbeikamen, saßen die zwei Täubchen darauf und riefen:

»Rucke di guck, rucke di guck,
Blut ist im Schuck;
der Schuck ist zu klein,
die rechte Braut sitzt noch daheim.«

Er blickte nieder auf ihren Fuß und sah, wie das Blut aus dem Schuh quoll und an den weißen Strümpfen ganz rot heraufgestiegen war. Da wendete er sein Pferd und brachte die falsche Braut wieder nach Haus.

»Das ist auch nicht die rechte«, sprach er, »habt Ihr keine andere Tochter?«

»Nein«, sagte der Mann, »nur von meiner verstorbenen Frau ist noch ein kleines, verkümmertes Aschenputtel da; das kann unmöglich die Braut sein.«

Der Königssohn sprach, er sollte es heraufschicken, die Mutter aber antwortete: »Ach nein, das ist viel zu schmutzig, das darf sich nicht sehen lassen.« Er wollte es aber durchaus haben, und Aschenputtel mußte gerufen werden. Da wusch es sich erst Hände und Angesicht rein, ging dann hin und neigte sich vor dem Königssohn, der ihm den goldenen Schuh reichte. Dann setzte es sich auf einen Schemel, zog den Fuß aus dem schweren Holzschuh und steckte ihn in den Pantoffel, der war wie angegossen. Und als es sich in die Höhe richtete und der König ihm ins Gesicht sah, so erkannte er das schöne Mädchen, das mit ihm getanzt hatte, und rief: »Das ist die rechte Braut!«

Die Stiefmutter und die beiden Schwestern erschraken und wurden bleich vor Ärger. Er aber nahm Aschenputtel aufs Pferd und ritt mit ihm fort. Als sie an dem Haselbäumchen vorbeikamen, riefen die zwei weißen Täubchen:

»Rucke di guck, rucke di guck,
kein Blut im Schuck;
der Schuck ist nicht zu klein,
die rechte Braut, die führt er heim.«

Und als sie das gerufen hatten, kamen sie beide herabgeflogen und setzten sich dem Aschenputtel auf die Schultern, eine rechts, die andere links, und blieben da sitzen.

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